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Mehr über Saunas

Die typisch finnische Sauna ist in Deutschland die bekannteste Sauna-Art. Meist kennt man sie als einfache Holzkabine mit Sitzbänken, Saunaofen und Steuerung. Gebadet wird bei Temperaturen zwischen 70 und 110°C und sehr trockener Luft. Sie ist die heißeste der Heiß-/Kalten Badeformen. Ihr eigentlicher Ursprung findet sich entgegen der landläufigen Meinung im östlichen russischen Reich. Die Skythen brachten diese Badeform vor rund dreitausend Jahren während ihrer Völkerwanderungen Richtung nordöstlicher Länder, wo sie in Finnland zu ihrem heutigen Bekanntheitsgrad gelangte. In Deutschland erschien sie zu Anfang des vorigen Jahrhunderts und erreichte ab den 80er und 90er Jahren einen enormen Bekanntheitsgrad.

Gesundheitlicher Wert

Die extrem hohe Temperatur in der Saunakabine erhitzt den Körper so stark, dass ein künstliches Fieber erzeugt wird. Die Blutgefäße dehnen sich, das Blut kann leichter fließen, Schweißbildung und Stoffwechsel werden angeregt. Im starken Kontrast dazu dient die klassischerweise eiskalte Abkühlung, bei der sich die Gefäße ruckartig zusammenziehen. Diese krassen Temperaturwechsel sorgen dafür, dass der Körper abgehärtet und damit gegen Erkältungs- und anderen Krankheiten widerstandsfähiger wird.

Moderner Einsatz

Allerdings ist die finnische Sauna auch die „härteste Art der Abhärtung". Viele Menschen schrecken vor der „eiskalten Dusche danach" zurück. So wird es von den Saunapäpsten und „Hardcore-Saunierern" propagiert. Aber was spricht dagegen, dass Anfänger oder Sensible zunächst bei milderer Temperatur saunieren, und sich dann zunächst lauwarm abkühlen? Mit zunehmendem Training gewöhnt man sich daran und wird sicher im Laufe der Zeit von selbst mutiger.

 

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