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Mehr über Infrarotwärme

Infrarotstrahlung spürt man z.B., wenn man beim Après-Ski bei -5°C auf der Alm sitzt, und trotz Schnee und Eis die Wärmeenergie der Sonnenstrahlen genießt. An einem milden Frühlingstag mit blauem Himmel und Sonnenschein fühlt man die angenehm belebende Wärme der Sonnenstrahlen auf der Haut, obwohl die Lufttemperatur nicht sehr hoch ist. Schiebt sich eine Wolke vor die Sonne, fängt man an zu frösteln, da die direkte Sonnenbestrahlung - sprich Infrarotwärme - fehlt.

Ähnlich des natürlichen Sonnenlichtes, kann man sich diese Aspekte in der Infrarot-Wärme-Kabine mittels speziellen Infrarot-Strahlern zur Gesundheitsförderung zu Nutze machen.

Nun gibt es eine unüberschaubare Anzahl von Modelle und Technologien auf dem Markt, verwirrend und oft wenig informativ. man sollte wissen, über welche Strahlen hier gesprochen wird, welchen Nutzen sie haben, worin sich die Strahlertechnologien unterscheiden, welche Qualitätsaspekte interessant sind und last but not least wie man sie anwendet.

Was ist infrarote Strahlung?IR-Spektrale_Bandbreite

Infrarote Strahlung ist eine elektromagnetische Wellenstrahlung, die völlig verlustfrei den Raum durcheilt, ohne die Umgebungsluft nennenswert zu erwärmen. Sie wird erst dann wirksam, wenn sie auf einen absorbierenden (Wärme aufnehmenden) Körper auftrifft. Die Körpermoleküle werden in Schwingung versetzt und damit die Körpertemperatur erhöht.
Infrarotwärme ist im Gegensatz zum sichtbaren Sonnenlicht ein unsichtbarer Anteil der Sonnenstrahlung.

IR-Wellenlaengen

Nun gibt es unterschiedliche Infrarot-Bereiche, man spricht von
IR-A, IR-B und IR-C.

Sie schwingen in unterschiedlichen Wellenlängen von 0,78 – 10 µm.
Je kurzwelliger die Strahlen sind, desto tiefer dringen sie in die Haut ein,
bevor sie absorbiert und in Wärme umgewandelt werden.

Wozu infrarote Strahlung nützt

Infrarote Strahlung entwickelt über die direkte Strahlungswärme in der Haut eine wohltuende Wärme im Körper. Dadurch wird ein sehr intensiver Schwitzprozess angeregt, durch den der Körper belastende Stoffe wie Kochsalz, Harnstoff, Fettsäuren, Cholesterin, Schlacken und Schwermetalle besser abbauen und ausscheiden kann. Angeblich werden im Infrarot-Bad um ein vielfaches mehr Giftstoffe ausgeschieden als in der Sauna.
Damit einher geht eine Verbesserung der Durchblutung, angenehme Muskelentspannung und Verbesserung der Geschmeidigkeit von Gelenken und Sehnen. Neben der Entgiftung kommt es zu einer wohltuenden Entspannung und zur Stärkung der Abwehrkräfte. Die Selbstheilungskräfte des Körpers werden aktiviert.
Auch wird über positive Effekte in der Behandlung der Cellulitis und bei Übergewicht berichtet. Poren und Gewebe werden durch den intensiven Schwitzprozess gereinigt, die Haut wird elastischer, fühlt sich verjüngt an und sieht auch so aus.

Im Gegensatz zur Sauna ist die Infrarotkabine auch für empfindliche und gesundheitlich angeschlagene Menschen geeignet.

Folgende Wirkungsbereiche werden Infrarotbestrahlungen nachgesagt:

  • Linderung bei Rheumatismus, Rücken- und Gelenkschmerzen
  • Löst Verspannungen der Muskulatur, Arthrosen
  • Linderung von Fibromyalgie mit Schmerzen im Bindegewebe-Muskelbereich
  • Verbesserung der Beweglichkeit, Schmerzlinderung
  • Linderung bei Herzkreislauf- und Lungenerkrankungen
  • Verbesserung bei Durchblutungsstörungen
  • Regulierung des Blutdrucks
  • Unterstützend bei Lungenerkrankungen wie chronischer Bronchitis oder Bronchialasthma
  • Verbesserung der Stoffwechsellage  (z. B. bei Zuckerkrankheit, Fettstoffwechselstörungen mit erhöhten Cholesterinwerten, Gicht)
  • Reduzierung von Kopfschmerz und Migräne
  • Behandlung von chronischer Nasennebenhöhlen-Entzündung und Schnupfen.
  • Verbessertes Entschlacken der Haut und Linderung bei Hautkrankheiten wie
    Psoriasis, Schuppenflechte, Neurodermitis, Akne und Allergien
  • Wie bei allen anderen Wärme ausstrahlenden Geräten müssen auch hier Menschen mit sensorischen Defekten der Haut (z.B. Diabetiker) besondere Vorsicht walten lassen.

Infrarot-Technologien

Die Wärme, die von den Strahlern emittiert wird, variiert in Wellenlänge und Intensität. Nicht jeder Strahler ist für alle Zwecke gleich gut geeignet. Dies ist auch abhängig vom Material der Wärmequelle.

Dass verschiedene Systeme angeboten werden, die man miteinander kombinieren kann, ist auch gut so! Denn nicht jeder Mensch empfindet das Gleiche! Das betrifft sowohl die Körperempfindung, die erzielten Wirkungen auf den Körper, wie auch das eigene Wohlbefinden. Jeder Körper reagiert individuell verschieden, so dass gewisse Erfahrungswerte nicht als übertragbar angesehen werden können.

Strahlertypen

Reflektorstrahler mit eingebautem:

  • Keramik-Heizstab mit innenliegender Nickel-Chrom-Heizwendel und Sandfüllung
  • U-Rohr-Incolloy- Magnesiumoxydstrahler mit innenliegendem Nickel-Chrom-Heizleiter und Magnesiumoxydfüllung
  • Philips Vitae Vollspektrum Strahler im Quarzglas
  • Flächenstrahler oder Heizwärmeplatten
  • Heizfolien

Die großen Unterschiede liegen neben dem Einsatzgebiet und Qualität des Reflektors vor allem im Strahlungsspektrum und Preis.

Die Charakteristik der Wärmekabine kann durch die unterschiedlichen Strahlersysteme entscheidend individuell gestaltet werden.

Der Keramik-Heizstab

IR-Keramikheizstab

Der Keramik-Heizstab ist die traditionelle Infrarot–
Strahlungsquelle, wie sie schon seit etwa 30 Jahren
in Infrarot Wärmekabinen eingesetzt wird, bzw.
den man auch von den Badezimmer-Heizstrahlern her kennt.

IR-MagnesiumoxydstrahlerDer Magnesiumoxyd-Heizstab

Der Name Magnesiumoxyd-Heizstab leitet sich aus der Isolierfüllung im Inneren des Heizstabes ab. Er besteht aus einem Außenrohr aus Incolloy – Edelstahl, in dessen achsialer Mitte der hochwertige Nickel-Chrom-Heizleiter verläuft.

Phillips Vitae Vollspektrum Heizstab

IR-Phillips-Vitae2Da reine IR-A Strahlung wegen des hohen Gefährdungspotentials einer Körperüberhitzung in Wellnesseinrichtungen nicht einsetzbar ist, hat die Firma Philips eine hervorragende Lösung entwickelt, nämlich die neuen 'Vitae Lampen'. Vitae Vollspektrum Lampen strahlen zu 18,3% Infrarot 'A' – zu 62,5% Infrarot 'B' – zu 18,2% Infrarot 'C' ab.

Die Emission der Vitae Lampen mit einer Wellenlänge bis zu 1,4µm kann die Subkutis (bis zu 5 mm Tiefe) erreichen. Dort wird die Wärme in einem größeren Volumen aufgenommen als bei Infrarot 'C' Strahlern. Diese LaIR-Phillips-Vitae1mpen bewegen sich nicht nur im lang- oder mittelwelligem Bereich, sondern decken das gesamte Spektrum ab. Damit sind sie der IR-Strahlung, die die Sonne auf die Erdoberfläche strahlt, sehr ähnlich. Somit wird ein wesentlich schnelleres und intensiveres Schwitzen erreicht. Hier kann man von echter Tiefenwärme sprechen. Die von den Vitae Lampen abgestrahlten längeren Wellenlängen – im Infrarot 'B' und 'C' Bereich über 1,4µm – werden durch die oberen Hautschichten absorbiert, wo sich wärmeempfindliche Nerven befinden. Diese signalisieren frühzeitig, wenn es dem Körper zu warm wird. Vitae Lampen emittieren vier bis fünf Mal mehr mittelwellige Strahlung als die Sonne. Dadurch wird eine deutlichere Aktivierung des natürlichen Schutzmechanismus der Haut ermöglicht.

 

Flächenstrahler oder Heizwärmestrahler

IR-Heizplatten

Flächenstrahler sind großflächige Heizplatten, die üblicherweise an der Rückwand der Infrarot-Wärmekabine, rechts und links der Sitzbank, unter dem Holzrost von Sitzbank und Fußrost, sowie im Wadenbereich montiert werden. Flächenstrahler erreichen eine maximale Temperatur von ca. 70°C und strahlen ein sehr langwelliges Infrarot 'C' Spektrum ab. Die Gleichmäßigkeit aufgrund der großen Abstrahlungsfläche ist hierbei unübertrefflich, die Schweißentwicklung und Schwitzintensität ist ausgesprochen gut. Wenn auf hohe Schweißmenge, schnelles Einsetzen des Schwitzens und vor allem eine angenehm sanfte Atmosphäre in der Kabine Wert gelegt wird, sind Flächenstrahler die richtige Wahl.

 

Heiz- oder Wärmefolien hinter Holz

Wärmefolien werden hinter der Holzvertäfelung angebracht. Sie erzeugen eine Oberflächentemperatur auf dem Holz von bis zu 50°C und erwärmen das Holz von hinten her. Dieses Holz "lädt" sich mit der Wärme auf und gibt sie dann nach innen hin in die Kabine in Form einer milden Wärmestrahlung wieder ab. Man kann hierbei aber kaum mehr von einer Infraroten Wirkung sprechen; den gleichen Effekt zeigen herkömmliche Saunen, deren Holz sich ebenfalls aufheizt und dann abstrahlt. Nichts desto trotz ergeben diese Wärmefolien eine recht angenehme Wärmestrahlung, heizen die Kabinenluft jedoch gleichermaßen mit.

Sie sind auch aus optischen und Design-Gründen sehr beliebt. Besonders in Kombination mit einem Solevernebler werden hier Kontakte zu Metalloberflächen vermieden, die ansonsten durch die salzhaltige Luft korrodieren würden.

Infrarot-Kabinen sind relativ klein

Infrarot-Kabinen sind aufgrund der physikalischen Gesetze der Infrarotstrahlen immer relativ klein. Das liegt daran, dass alle vorgestellten Strahler mit zunehmender Distanz zum Körper an Wirkung verlieren. Die Kabinentiefe sollte jedoch nicht unter 120 cm sein, damit eine 50 bis 60 cm breite Sitzbank Platz findet, und man sich bequem davor bewegen bzw. die Beine hinstellen kann. Optimal wäre eine ergonomisch geformte Rückenlehne, damit man sich bequem anlehnen kann und nicht durch eine erzwungene senkrechte Haltung noch mehr Verspannungen im Rücken erhält. Ebenso als ausgesprochen Praktisch haben sich im vorderen Bereich kleine Fußstützen erwiesen.

Unterschiede zur Sauna

Eine Infrarot-Wärmekabine arbeitet nach einem völlig anderen Prinzip als Saunen und wirkt völlig anders. Infrarotwärme ruft zum größten Teil völlig andere Effekte hervor und muss daher als Parallelsystem zur hergebrachten Sauna gesehen werden.

Da eine Infrarot-Wärmekabine mit wesentlich geringeren Temperaturen arbeitet als eine Sauna, wird diese künftig einen neuen Stellenwert erhalten, da die zunehmende Unverträglichkeit hoher Temperatur bei zunehmendem Alter einen wesentlichen Hinderungsgrund der bei der Nutzung gewohnter Saunabesuche darstellt.

Zur Erinnerung: In der Sauna werden zunächst durch die Heizschlangen im Ofen die Saunasteine aufgeheizt, die die Luft erhitzen, die wiederum den Saunierenden, aber auch die Saunawände erhitzt und ihrerseits wieder Wärmestrahlung abgeben. Deswegen muss die Sauna auch so lange aufheizen. Damit erreicht man nämlich neben der Hitze vom Ofen aus die so viel gepriesene Wärmestrahlung der Saunawand. Man sagt auch, "die Sauna muss gar werden". Würde man also in der Saunakabine die heiße Raumluft nach dem Aufheizen schnell entsorgen, und man nur noch die verbleibende Strahlungswärme der Holzwände nutzen, hätte man den gleichen Effekt wie bei der Heizfolientechnologie.

Hauptargumente für die Infrarotkabinen gegenüber Saunakabinen sind:

  • Geringer Platzbedarf (Privatkabinen sind meistens nur ca. 100-150 cm breit+tief)
  • Stromanschluss 230 V, geringere Energiekosten
  • Kein fester Einbau und daher auch in Mietswohnungen und bei beengten Platzverhältnissen einsetzbar.
  • Einfach zu demontieren bei Umzug.
  • Verhältnismäßig kühle Luft in der Kabine (bis zu etwa 45°C). Damit angenehmeres Atmen im Gegensatz zur heißen Saunaluft.
  • Intensiveres Schwitzen.
  • Kann auch von gesundheitlich angeschlagenen Menschen genutzt werden, da sie milder und nicht so anstrengend für den Körper sind.
  • Auch sehr gut zum Muskel-Aufwärmen vor dem Sport
  • Zur Vermeidung von Muskelkater nach dem Sport.
  • geringer Zeitbedarf
 

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